Lichterfest, Lichtmeß (†), Imbolc (kelt.)
Dieses Fest ist eigentlich ein beweglicher Feiertag am 2. Vollmond des Jahres, der jedoch häufig am 1. Februar begangen wird. Gefeiert wird die Rückkehr der Sonne, das Erwachen der Natur, das Versprechen neuen Lebens. Zur Unterstützung des wachsenden Lichts werden abends Kerzen entzündet, die bis zum folgenden Morgen brennen. Das Lichterfest ist auch ein Fest der Reiningung, der Befreiung von altem Ballast, der Vorbereitung auf den neuen Zyklus der Natur.
Im heidnischen Brauchtum wurde an diesem Festtag der Winter ausgetrieben, mit lärmenden Umzügen und durch das Verbrennen einer Strohpuppe, die den Winter symbolisierte. In manchen Karnevalsbräuchen haben sich diese Riten bis heute erhalten.
Die katholische Kirche stülpte diesem heidnischen Feiertag das Fest „Maria Lichtmeß“ über. Nach christlicher Auffassung galt eine Frau nach der Geburt eines Kindes als unrein und musste sich 40 Tage später rituell reinigen. Da passte die zeitliche Distanz zum theoretischen Geburtstermin Jesu gut ins Konzept (obwohl bei einer unbefleckten Empfängnis ja wohl eigentlich keine Reinigung vonnöten wäre ...)